Akupunktur

Akupunktur

Die Akupunktur hat eine über 2000-jährige Tradition und entspringt der östlichen Philosophie und Gesundheitslehre. Sie ist Teil der sogenannten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und basiert auf genauer Beobachtung und Erfahrung.  

Bis heute ist das Setzen von Akupunkturnadeln (Lat.: acus = Nadel, punctio = Stechen) eine weit verbreitete Form der Therapie. Die feinen Akupunkturnadeln werden je nach Behandlungsziel an bestimmten Punkten entlang der Energiebahnen (Meridianen) des Körpers gesetzt. Der Patient spürt ein dumpfes Ziehen oder ein elektrisierendes Gefühl – ein Hinweis auf die energetischen Bewegungen.

Für die erste Sitzung, in der eine ausführliche Diagnostik stattfindet, sollten Sie etwa eine bis anderthalb Stunden einplanen. Eine reine Akupunkturbehandlung dauert zwischen 30 und 45 Minuten. Häufig ist es sinnvoll, die Akupunktur mit anderen Therapien, wie Shiatsu, Moxa oder Schröpfen zu ergänzen. Auch eine sogenannte “symbolische Sicht” auf aktuelle Schwierigkeiten ermöglicht entscheidende Schritte hin zu mehr Ganzheit und Wohlbefinden.

Die Erfahrung zeigt, dass für den Therapieerfolg vor allem das zwischenmenschliche Vertrauen sowie das Gefühl des Ratsuchenden wichtig ist, „das Richtige für sich“ gefunden zu haben. Sie werden spüren, was für Sie passend ist.

Hintergrund zur TCM:

Nach der Theorie der TCM sind Störungen und Schmerzen immer Ausdruck von Disharmonien der körperlich-seelisch-geistigen Einheit des Menschen. Um Disharmoniemuster zu erkennen, spielt in der Diagnostik neben der Befragung der Ratsuchenden vor allem die Zungen- und Pulsdiagnostik eine wichtige Rolle.

Der Blick richtet sich dabei immer auf den gesamten Menschen, sein körperliches Erscheinungsbild und Beschwerden, seine Gefühle und Gedanken und seine Haltung dem Leben gegenüber. Berücksichtig werden auch die vergangene und aktuelle Lebensumstände, Gewohnheiten sowie Vorlieben und Abneigungen.

Ungleichgewichte im Frühstadium zu erkennen und den Mensch darin zu unterstützen, wieder mehr in ein gesundes Gleichgewicht zu kommen, ist eine Stärke der TCM und der Akupunktur. Aber auch bei verschiedenen chronischen Beschwerden kann die Akupunktur eine wertvolle Therapieoption sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste mit Krankheiten herausgegeben, die mit Akupunktur behandelbar sind. Diese umfasst unter anderem:

Kopfschmerzen/Migräne, Atemwegserkrankungen, Schmerzen in Muskeln und Gelenken sowie Rückenschmerzen und Verdauungsbeschwerden.

Hilfreich kann die Akupunktur auch sein bei Schlafproblemen, Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden, Tinnitus sowie Anspannung und Ängsten. Funktionelle Störungen – also Störungen in Organfunktionen ohne organischen Befund – gehören ebenfalls zu den Beschwerden, die mit Akupunktur behandelt werden können.

Zur Einschätzung der WHO über Traditionelle und Alternative Therapieformen siehe: http://whqlibdoc.who.int/hq/2002/WHO_EDM_TRM_2002.1.pdf