Einen schlechten Tag haben

Immer mal wieder gibt es einen Tag – oder Phasen – da sind wir nicht so gut drauf. Vielleicht traurig, vielleich auch einfach etwas ratlos oder rastlos. Es fehlt die Lust, etwas zu unternehmen und es gibt nichts, was uns wirklich interessiert…
Was tun? Unser Selbst(-wunsch)bild ruft danach, munter, unterhaltsam und witzig zu sein. Auch die Menschen um uns herum machen mitunter deutlich, dass sie uns gerne etwas spritziger hätten. Was tun?
Nichts. Außer: den inneren Beobachter, die innere Beobachterin einschalten. Wir machen das beste aus unserem Erleben wie es nun mal gerade ist, wenn wir unserem Unwohlsein nicht noch mehr Gepäck aufladen. Statt also die innere Peitsche zu schwingen („ich sollte jetzt aber wirklich mal…“) oder den nörgelnden Kritiker in uns zuzulassen („jetzt hängst du schon wieder so durch; so wirst du nie dein Ziel XY erreichen…“), halten wir einfach still und knipsen unser Beobachter-Licht an.
Stillhalten heißt: Keinen Widerstand leisten. Denn der Widerstand nährt nur unseren unzufriedenen Grundzustand. Still halten heißt: das eigene Erleben zulassen, sich in gewisser Weise „ergeben“.
Stillhalten heißt nicht, dass wir aufgeben oder keine Änderung mehr wollen. Aber wir wählen einen anderen Weg. Den Weg des Erwachens.

Unser Beobachter-Licht steht uns jederzeit hilfreich zur Verfügung

In dem Moment, in dem wir uns entscheiden einfach zu beobachten was in uns vorgeht, spüren wir bereits mehr inneren Frieden. Wir kämpfen nicht mehr gegen uns selbst. Stattdessen beleuchten wir nur – gelassen wie eine Glühbirne – das innere Geschehen. Aha – so sieht’s also gerade aus. Wir identfizieren und nicht mehr vollständig mit unseren Gefühlen, sondern stellen fest, dass wir nicht unsere Gefühle sind. Der Frieden, der sich dabei einstellt weist daraufhin, wer wir wirklich sind. Und so hat sich der „schlechte Tag“ in eine wunderbare Eingangspforte zum inneren Frieden gewandelt.